In diesem Artikel
Das Wichtigste in Kürze
- Warum Vitamin D3 mit K2? Beide Vitamine sind am Calciumstoffwechsel beteiligt, und beide tragen zur Erhaltung normaler Knochen bei.
- Die Forschung beschreibt ein Zusammenspiel: Vitamin D fördert die Bildung von Eiweißen, die Vitamin K brauchen, um aktiv zu werden.
- Wer regelmäßig draußen ist, bildet den Großteil seines Vitamin D selbst in der Haut, von Oktober bis März reicht die Sonne in unseren Breiten dafür aber nicht aus. Vitamin K2 steckt in tierischen und fermentierten Lebensmitteln.
- Vitamin D trägt außerdem zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, Vitamin K zu einer normalen Blutgerinnung.
Was ist Vitamin D3?
Vitamin D hat unter den Vitaminen eine Sonderstellung: Der Körper kann es selbst bilden, wenn Sonnenlicht auf die Haut fällt. Wer regelmäßig draußen ist, bezieht so 80 bis 90 Prozent seines Vitamin D aus der eigenen Haut und nur 10 bis 20 Prozent aus der Nahrung.1 Nennenswerte Mengen stecken nur in wenigen Lebensmitteln, vor allem in fettem Fisch wie Lachs, Hering und Makrele.1
In unseren Breiten ist die Sonne von Oktober bis März zu schwach für eine ausreichende Bildung. Der Körper greift dann auf Speicher im Fett- und Muskelgewebe zurück.1 Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erreichen fast 60 Prozent der Menschen hierzulande nicht die wünschenswerte Vitamin-D-Konzentration im Blut.1
Zum Einnehmen gibt es Vitamin D in zwei Formen, als D2 und als D3. Eine Meta-Analyse randomisierter Studien kam zu dem Schluss, dass Vitamin D3 den Vitamin-D-Wert im Blut wirksamer anhebt als Vitamin D2.2 Die Autoren sehen D3 deshalb als die Form, die bei Nahrungsergänzungen künftig bevorzugt werden könnte.2
Was ist Vitamin K2?
Vitamin K ist der Sammelname für mehrere Verbindungen. Vitamin K1 (Phyllochinon) stammt aus Pflanzen, gute Lieferanten sind vor allem grünes Gemüse. Die Vitamin-K2-Verbindungen (Menachinone) kommen in tierischen und fermentierten Lebensmitteln vor.3 Wie gut der Körper Vitamin K aufnimmt, hängt unter anderem vom Fett in der Mahlzeit ab.3
Im Körper wird Vitamin K gebraucht, um bestimmte Eiweiße zu aktivieren, die sogenannten Gla-Proteine. Dazu gehören die Gerinnungsfaktoren in der Leber und Eiweiße außerhalb der Leber wie Osteocalcin im Knochen.4 Bei diesen Eiweißen außerhalb der Leber liegen auch bei Gesunden 10 bis 40 Prozent nicht aktiviert vor.4
Eine Studie mit 42 gesunden Erwachsenen hat gemessen, was zusätzliches Vitamin K2 im Blut verändert. Die Teilnehmer erhielten Menachinon-7, eine Form von Vitamin K2, in verschiedenen Mengen oder ein Placebo. Mengen im Bereich der Referenzmenge für die tägliche Zufuhr erhöhten den Anteil an aktiviertem Osteocalcin im Blut.4 Die Thrombinbildung, ein Messwert für die Blutgerinnung, veränderte sich dadurch nicht.4
Warum werden D3 und K2 kombiniert?
Beide Vitamine sind fettlöslich und spielen eine zentrale Rolle im Calciumstoffwechsel. Forscher beschreiben ihr Zusammenspiel so: Vitamin D fördert die Bildung von Eiweißen, die Vitamin K brauchen, um aktiv zu werden.5
Auch die zugelassenen EU-Aussagen überschneiden sich. Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei, Vitamin K ebenso. Vitamin D trägt außerdem zu einer normalen Aufnahme/Verwertung von Calcium und Phosphor und zu einem normalen Calciumspiegel im Blut bei. Darin liegt der Grundgedanke der Kombination: zwei Vitamine, die am selben Stoffwechsel beteiligt sind, in einem Präparat.
Die meisten Studien zur Kombination haben Frauen nach den Wechseljahren untersucht und dabei Knochenwerte gemessen.5 Eine eigene zugelassene Aussage für das Duo gibt es nicht, die EU-Aussagen gelten jeweils für das einzelne Vitamin. Was die Studien im Einzelnen untersucht haben, lesen Sie in Vitamin D3 und K2: Was Studien zur Kombination untersuchen.
Kann man Vitamin D3 auch ohne K2 einnehmen?
Ja, die zugelassenen Aussagen zu Vitamin D gelten für das Vitamin selbst. Neben den Knochen trägt Vitamin D zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion, zur Erhaltung normaler Zähne und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Außerdem hat es eine Funktion bei der Zellteilung. Mit K2 kommt ein zweites Vitamin hinzu, das ebenfalls zur Erhaltung normaler Knochen und außerdem zu einer normalen Blutgerinnung beiträgt.
Wie gut Sie mit Vitamin D versorgt sind, zeigt der Blutwert 25-Hydroxyvitamin-D.1 Lassen Sie ihn ärztlich bestimmen, wenn Sie unsicher sind. Wenn Sie Medikamente einnehmen, lassen Sie sich vorher ärztlich beraten. Bei Vitamin K gilt das besonders für Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen.
Kurz gesagt
Vitamin D3 und K2 werden kombiniert, weil beide am Calciumstoffwechsel beteiligt sind und beide zur Erhaltung normaler Knochen beitragen. Vitamin D bildet der Körper im Sommerhalbjahr zu einem großen Teil selbst, Vitamin K2 liefern tierische und fermentierte Lebensmittel. Unser liposomales Vitamin D3+K2 gibt es auch als Kapseln.
Häufige Fragen
Warum Vitamin D3 mit K2 einnehmen?
Beide Vitamine sind am Calciumstoffwechsel beteiligt und tragen zur Erhaltung normaler Knochen bei. Forscher beschreiben, dass Vitamin D die Bildung von Eiweißen fördert, die Vitamin K zur Aktivierung brauchen.5 Wann und wie Sie die beiden einnehmen, erklärt unser Beitrag zur Einnahme von Vitamin D3 und K2. Überschreiten Sie die empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht.
Für was ist Vitamin D3 K2 gut?
Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne, zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung und zur Erhaltung normaler Knochen bei. Diese Aussagen sind in der EU zugelassen.
Was ist Vitamin D3 K2?
So heißen Präparate, die Vitamin D3 und Vitamin K2 kombinieren, zum Beispiel in Form von Menachinon-7. Es gibt sie als Tropfen und als Kapseln. Worin sich die beiden Formen unterscheiden, erklärt Vitamin D3 und K2: Tropfen oder Kapseln?
Liposomales Vitamin D3+K2
In europäischer Pharmaqualität hergestellt.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (ohne Jahr, abgerufen am 22.10.2026). FAQ Vitamin D. Link
- Tripkovic L, Lambert H, Hart K, et al. (2012). Comparison of vitamin D2 and vitamin D3 supplementation in raising serum 25-hydroxyvitamin D status: a systematic review and meta-analysis. The American Journal of Clinical Nutrition 95(6):1357-1364. DOI
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (ohne Jahr, abgerufen am 22.10.2026). Vitamin K: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Link
- Theuwissen E, Cranenburg EC, Knapen MH, et al. (2012). Low-dose menaquinone-7 supplementation improved extra-hepatic vitamin K status, but had no effect on thrombin generation in healthy subjects. British Journal of Nutrition 108(9):1652-1657. DOI
- van Ballegooijen AJ, Pilz S, Tomaschitz A, Grübler MR, Verheyen N (2017). The Synergistic Interplay between Vitamins D and K for Bone and Cardiovascular Health: A Narrative Review. International Journal of Endocrinology 2017:7454376. DOI
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.



