In diesem Artikel
Das Wichtigste in Kürze
- Liposomales Astaxanthin ist Astaxanthin, das in winzige Bläschen aus Phospholipiden eingebettet ist. Der Gedanke dahinter: Astaxanthin ist sehr fettlöslich, und mit Fett nimmt der Körper es besser auf.
- Astaxanthin ist ein roter Farbstoff aus der Gruppe der Carotinoide. Eine wichtige Quelle für Nahrungsergänzung ist eine Mikroalge.
- Für Astaxanthin gibt es in der EU keine zugelassene Gesundheitsaussage. Studien am Menschen haben unter anderem Hautwerte und die Aufnahme ins Blut gemessen.
- Die EFSA hält bis zu 8 mg am Tag aus Nahrungsergänzung für Erwachsene für sicher.
Was ist Astaxanthin?
Astaxanthin ist ein roter Farbstoff aus der Gruppe der Carotinoide, genauer der Xanthophylle.1 Gebildet wird es von Pflanzen und Algen, und es findet sich in Meeresfrüchten und Fisch.2 Zu den natürlichen Quellen zählen neben Algen und Hefen auch Lachs, Forelle, Krill, Garnelen und Flusskrebse.1 Die rote Farbe verdankt das Molekül einer Reihe von Doppelbindungen in seiner Mitte.1
Eine wichtige Quelle für Nahrungsergänzung ist die Mikroalge Haematococcus pluvialis.3 Sie kann bis zu 3,8 % ihres Trockengewichts als Astaxanthin einlagern.1 Mit der üblichen Ernährung nehmen Sie Astaxanthin vor allem über Fisch und Krustentiere auf.3
Was bedeutet liposomal bei Astaxanthin?
Astaxanthin ist sehr fettlöslich. Wie andere Carotinoide nimmt der Körper es deshalb nur begrenzt auf, in Gegenwart von Fett aber besser.2 Bei liposomalem Astaxanthin ist der Stoff in winzige Bläschen aus Phospholipiden eingebettet, also aus fettähnlichen Bausteinen. Wie diese Bläschen aufgebaut sind, erklärt unser Beitrag Was sind Liposomen?
Wie viel ein Träger auf Fettbasis ausmachen kann, zeigt eine Studie mit gesunden Männern. Sie erhielten einmalig 40 mg Astaxanthin, entweder in einer von drei Rezepturen auf Fettbasis oder als handelsübliches Nahrungsergänzungsmittel.2 Aus den Rezepturen auf Fettbasis nahm der Körper 1,7- bis 3,7-mal so viel auf.2 Liposomen waren nicht dabei, sie gehören aber ebenfalls zu den Trägern auf Fettbasis.
Laut einer Übersichtsarbeit werden Liposomen vor allem für fettlösliche Stoffe wie Astaxanthin genutzt.4 Die Arbeit zählt sie zu den Trägersystemen, mit denen sich die Aufnahme von Astaxanthin erhöhen ließ; die Daten dazu stammen aus Zell- und Laborversuchen.4
mal so viel Astaxanthin nahm der Körper aus Rezepturen auf Fettbasis auf.2
am Tag aus Nahrungsergänzung hält die EFSA für Erwachsene für sicher.3
Was haben Studien am Menschen gemessen?
Für Astaxanthin gibt es in der EU keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe. Deshalb beschreiben wir hier nur, was Studien gemessen haben. Eine Auswertung von neun randomisierten Studien mit Astaxanthin zum Einnehmen ergab: Hautfeuchtigkeit und Elastizität lagen höher als mit Placebo, bei der Faltentiefe war der Unterschied nicht eindeutig.5
Die Ergebnisse der einzelnen Studien gingen zum Teil deutlich auseinander.5 Wie Sie solche Auswertungen einordnen, erklärt unser Beitrag Studienlage verstehen.
Wie viel Astaxanthin gilt als sicher?
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat 2020 geprüft, ob bis zu 8 mg Astaxanthin am Tag aus Nahrungsergänzungsmitteln sicher sind. Für Erwachsene bejahte sie das.3 Bei Jugendlichen und Kindern würde diese Menge dagegen die als unbedenklich geltende Tagesaufnahme erreichen oder überschreiten.3 Diese liegt nach der Bewertung von 2019 bei 0,2 mg pro Kilogramm Körpergewicht.3
Wann nehmen Sie Astaxanthin ein?
Weil der Körper Astaxanthin in Gegenwart von Fett besser aufnimmt2, ist eine Mahlzeit mit etwas Fett ein guter Zeitpunkt. Im Blut bleibt Astaxanthin recht lange: In der Studie mit gesunden Männern lag die Halbwertszeit, also die Zeit, in der der Wert im Blut um die Hälfte sinkt, bei rund 16 Stunden.2
Überschreiten Sie die empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht. Wenn Sie Medikamente einnehmen, lassen Sie sich vorher ärztlich beraten. Für unsere liposomalen Produkte verwenden wir Phospholipide aus europäischen Sonnenblumen. Das gilt auch für unseren liposomalen Astaxanthin-Extrakt.
Häufige Fragen
Was ist liposomales Astaxanthin?
Astaxanthin, das in winzige Bläschen aus Phospholipiden eingebettet ist. Liposomen werden vor allem für fettlösliche Stoffe wie Astaxanthin genutzt.4
Wofür Astaxanthin einnehmen, und was ist über die Wirkung bekannt?
Wirkaussagen sind für Astaxanthin in der EU nicht zugelassen. Studien am Menschen haben unter anderem Hautwerte gemessen: In einer Auswertung von neun Studien lagen Feuchtigkeit und Elastizität der Haut mit Astaxanthin höher als mit Placebo.5
Astaxanthin: liposomal oder nicht?
Fest steht, dass Fett die Aufnahme erhöht: Rezepturen auf Fettbasis brachten in einer Studie 1,7- bis 3,7-mal so viel ins Blut wie ein handelsübliches Präparat.2 Liposomen sind ebenfalls ein Träger auf Fettbasis. Studien am Menschen, die liposomales Astaxanthin direkt mit anderen Formen vergleichen, haben wir bei unserer Recherche nicht gefunden.
Quellen
- Ambati RR, Phang SM, Ravi S, Aswathanarayana RG (2014). Astaxanthin: sources, extraction, stability, biological activities and its commercial applications. A review. Marine Drugs 12(1):128-152. DOI
- Mercke Odeberg J, Lignell A, Pettersson A, Höglund P (2003). Oral bioavailability of the antioxidant astaxanthin in humans is enhanced by incorporation of lipid based formulations. European Journal of Pharmaceutical Sciences 19(4):299-304. DOI
- EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (NDA), Turck D, Castenmiller J, et al. (2020). Safety of astaxanthin for its use as a novel food in food supplements. EFSA Journal 18(2):e05993. DOI
- Abdol Wahab NR, Meor Mohd Affandi MMR, Fakurazi S, Alias E, Hassan H (2022). Nanocarrier System: State-of-the-Art in Oral Delivery of Astaxanthin. Antioxidants 11(9):1676. DOI
- Zhou X, Cao Q, Orfila C, Zhao J, Zhang L (2021). Systematic Review and Meta-Analysis on the Effects of Astaxanthin on Human Skin Ageing. Nutrients 13(9):2917. DOI
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.


