In diesem Artikel
Das Wichtigste in Kürze
- Shilajit, was ist das? Eine hell- bis schwarzbraune, harzartige Masse aus Gebirgsfelsen, zum Beispiel aus dem Himalaya.
- Sie besteht größtenteils aus Humusstoffen wie Fulvosäure. Dazu kommen Mineralstoffe wie Calcium, Kalium und Magnesium.
- Rohes Shilajit kann Schwermetalle enthalten. In Studien wurden gereinigte und standardisierte Extrakte verwendet.
- Kleine Studien am Menschen haben Blutwerte, Hautdurchblutung und Muskelkraft gemessen. Eine zugelassene Gesundheitsaussage gibt es für Shilajit nicht.
Shilajit: Was ist das?
Shilajit ist eine hell- bis schwarzbraune, organisch-mineralische Masse, die aus Felsen im Himalaya gewonnen wird.1 In der ayurvedischen Lehre und in der Siddha-Medizin wird sie seit Langem verwendet. Dort gilt Shilajit als „Rasayana“, was so viel wie Verjüngungsmittel bedeutet.2 Andere Namen für den Stoff sind Mumie oder Moomiyo.3
Wie Shilajit genau entsteht, ist nicht abschließend geklärt. Manche Forscher halten es für umgewandelte Pflanzenreste oder tierische Ausscheidungen, andere für ein Mineral, das langsam aus dem Gestein austritt.4
Woraus besteht Shilajit?
Eine vollständige chemische Analyse von Shilajit gibt es bis heute nicht, und die Zusammensetzung schwankt je nach Herkunftsregion.4 Mehr als 80 Prozent des Gewichts entfallen auf Humusstoffe, knapp 20 Prozent auf Calcium, Kalium und Magnesium.4 Dazu kommen Aminosäuren, vor allem Glycin, sowie Fettsäuren und Pflanzenstoffe wie Kaffeesäure und Gallussäure.4
Als wichtige Bestandteile gelten Fulvosäure, ein Humusstoff, und die sogenannten Dibenzo-alpha-Pyrone.3 Auf solche Bestandteile werden Extrakte standardisiert. In einer der Studien unten enthielt der Extrakt zum Beispiel mindestens 60 Prozent Fulvosäure.1
Warum Reinigung und Prüfung wichtig sind
Rohes Shilajit kann Schwermetalle enthalten. Eine Übersichtsarbeit fand Angaben zu rund 65 Metallen, darunter Blei, Arsen, Cadmium und Quecksilber.5 In den meisten Untersuchungen lagen die Werte unter den Grenzwerten, in einzelnen jedoch darüber. Die Autoren halten den Verzehr ohne Kenntnis der Metallgehalte deshalb für nicht sicher.5
In Studien am Menschen kamen gereinigte und standardisierte Extrakte zum Einsatz.1 Eine weitere Übersichtsarbeit beschreibt die Sicherheit von Shilajit auf Grundlage von Studien an Tieren und Menschen als gut dokumentiert.3 Unsere Produkte werden in europäischer Pharmaqualität hergestellt.
des Gewichts von Shilajit sind Humusstoffe wie Fulvosäure.4
Metalle sind in Shilajit beschrieben, in den meisten Untersuchungen unterhalb der Grenzwerte.5
Was haben Studien am Menschen gemessen?
Gut kontrollierte Studien am Menschen gibt es zu Shilajit nur wenige.3 Eine Übersichtsarbeit kommt zu dem Schluss, dass die überlieferten Anwendungen wissenschaftlich kaum untersucht und dokumentiert sind.2 Die vorhandenen Studien sind klein und haben vor allem Blutwerte und Messgrößen erfasst.
In einer Studie nahmen 45 gesunde Frauen zwischen 30 und 65 Jahren 14 Wochen lang zweimal täglich 125 oder 250 mg Shilajit-Extrakt oder ein Placebo. Mit der höheren Menge war die Durchblutung der feinen Hautgefäße, ausgewertet an Hautaufnahmen, höher als zu Beginn und als mit Placebo.1 In Hautproben waren Gene aktiver, die mit Blutgefäßen und dem Stützgewebe zwischen den Zellen zu tun haben. Nebenwirkungen wurden nicht berichtet.1
Zwei weitere Studien untersuchten junge, sportlich aktive Männer über acht Wochen. In der einen mit 35 Teilnehmern stieg mit 500 oder 1000 mg täglich ein Blutwert, der die Bildung von Kollagen Typ 1 anzeigt. In der Placebogruppe blieb er unverändert.6 In der anderen mit 63 Teilnehmern verloren die Männer mit 500 mg täglich nach einer ermüdenden Übung weniger Kraft als mit Placebo, allerdings nur in der Hälfte der Gruppe, die schon zu Beginn mehr Kraft hatte.7
Die Grenzen sind deutlich: kleine Gruppen, kurze Dauer, und alle drei Studien wurden ganz oder teilweise vom selben Hersteller eines Shilajit-Extrakts finanziert.1,6,7 Ob sich die Messwerte im Alltag bemerkbar machen, sagen diese Studien nicht. Wie Sie solche Ergebnisse einordnen, erklärt Studienlage verstehen: So lesen Sie Studien zu Nahrungsergänzung.
Kurz gesagt
Shilajit ist ein Naturstoff aus dem Gebirge mit langer Tradition und einer Zusammensetzung, die noch nicht vollständig erforscht ist. Wichtig sind ein gereinigter, geprüfter Extrakt und ein realistischer Blick auf die bisher kleinen Studien. Bei Melinava gibt es liposomales Shilajit.
Häufige Fragen
Wofür nimmt man Shilajit ein?
In der ayurvedischen Lehre gilt Shilajit als Rasayana, also als Verjüngungsmittel.2 Heute wird es als Nahrungsergänzung angeboten. Eine zugelassene Gesundheitsaussage gibt es in der EU nicht, und Studien haben bisher vor allem Blutwerte und Messgrößen wie die Hautdurchblutung erfasst.1,6
Shilajit: Was ist über die Wirkung bei Frauen bekannt?
Bisher wenig. Von den hier beschriebenen Studien hat nur eine Frauen untersucht: 45 Frauen zwischen 30 und 65 Jahren. Mit der höheren Menge nahm die Hautdurchblutung stärker zu als mit Placebo.1 Eine Wirkaussage lässt sich daraus nicht ableiten.
Was sagen Erfahrungen mit Shilajit?
Erfahrungsberichte sind persönlich und ersetzen keine Studie, denn niemand weiß, wie es ohne Shilajit gewesen wäre. Aussagekräftiger sind Studien mit Placebo. In der Studie mit 45 Frauen wurden über 14 Wochen keine Nebenwirkungen berichtet.1 Weitere gut kontrollierte Studien mit standardisierten Extrakten halten Fachleute für nötig.3
Was ist liposomales Shilajit?
Ein Shilajit-Extrakt, der in Liposomen eingeschlossen ist, winzigen Bläschen aus Phospholipiden. Für unsere liposomalen Produkte verwenden wir Phospholipide aus europäischen Sonnenblumen. Wie Liposomen aufgebaut sind, erklärt Was sind Liposomen?
Liposomales Shilajit
In europäischer Pharmaqualität hergestellt.
Quellen
- Das A, S El Masry M, Gnyawali SC, et al. (2019). Skin Transcriptome of Middle-Aged Women Supplemented With Natural Herbo-mineral Shilajit Shows Induction of Microvascular and Extracellular Matrix Mechanisms. Journal of the American College of Nutrition 38(6):526-536. DOI
- Wilson E, Rajamanickam GV, Dubey GP, et al. (2011). Review on shilajit used in traditional Indian medicine. Journal of Ethnopharmacology 136(1):1-9. DOI
- Stohs SJ (2014). Safety and efficacy of shilajit (mumie, moomiyo). Phytotherapy Research 28(4):475-479. DOI
- Kamgar E, Kaykhaii M, Zembrzuska J (2025). A Comprehensive Review on Shilajit: What We Know about Its Chemical Composition. Critical Reviews in Analytical Chemistry 55(3):461-473. DOI
- Hussain A, Saeed A (2024). Hazardous or Advantageous: Uncovering the Roles of Heavy Metals and Humic Substances in Shilajit (Phyto-mineral) with Emphasis on Heavy Metals Toxicity and Their Detoxification Mechanisms. Biological Trace Element Research 202(12):5794-5814. DOI
- Neltner TJ, Sahoo PK, Smith RW, et al. (2024). Effects of 8 Weeks of Shilajit Supplementation on Serum Pro-c1α1, a Biomarker of Type 1 Collagen Synthesis: A Randomized Control Trial. Journal of Dietary Supplements 21(1):1-12. DOI
- Keller JL, Housh TJ, Hill EC, Smith CM, Schmidt RJ, Johnson GO (2019). The effects of Shilajit supplementation on fatigue-induced decreases in muscular strength and serum hydroxyproline levels. Journal of the International Society of Sports Nutrition 16(1):3. DOI
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.



