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Liposomales Eisen: Was steckt hinter dieser Form?

Liposomales Eisen ist Eisen, das in winzige Bläschen aus Phospholipiden eingeschlossen ist. Wir erklären, warum es diese Form gibt, was Studien gemessen haben und worauf Sie achten sollten.

5 Min. Lesezeit5 Quellen
Liposomales Eisen: Liposom mit Eisen im Kern, umgeben von Roter Bete, Linsen, Spinat und Kürbiskernen
In diesem Artikel
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist liposomales Eisen?
  3. Wofür braucht der Körper Eisen?
  4. Warum es bei Eisen auf die Form ankommt
  5. Was Studien zu liposomalem Eisen messen
  6. Vor der Einnahme: Eisenwerte prüfen lassen
  7. Kurz gesagt
  8. Häufige Fragen
  9. Quellen

Das Wichtigste in Kürze

  • Liposomales Eisen ist eine Eisenverbindung, die in Liposomen steckt, also in winzigen Bläschen aus Phospholipiden.
  • Die Hülle soll die Aufnahme verbessern und unerwünschte Effekte von Eisen im Verdauungstrakt verringern.
  • In einer Studie mit 25 gesunden Erwachsenen stieg der Eisenwert im Blut nach einem liposomalen Präparat stärker als nach einem herkömmlichen mit gleichen Inhaltsstoffen.
  • Eisen sollten Sie nur einnehmen, wenn Ihre Blutwerte ärztlich abgeklärt sind.

Was ist liposomales Eisen?

Bei liposomalem Eisen ist eine Eisenverbindung in Liposomen eingeschlossen. Das sind winzige Bläschen, deren Hülle aus Phospholipiden besteht. Für unsere liposomalen Produkte verwenden wir Phospholipide aus europäischen Sonnenblumen.

In einer Laboruntersuchung hatten handelsübliche liposomale Eisenpräparate unter dem Elektronenmikroskop die Form und Größe klassischer Liposomen. Auch beim Trocknen blieben die Bläschen stabil.1 Die Autoren sehen in Liposomen einen Weg, die Bioverfügbarkeit von Eisen zu verbessern und seine unerwünschten Effekte zu verringern.1 Wie Liposomen grundsätzlich funktionieren, erklärt der Beitrag Was sind Liposomen?

Wofür braucht der Körper Eisen?

Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das der Körper mit der Nahrung aufnehmen muss.2 Für Eisen sind in der EU mehrere Aussagen zugelassen. Eisen trägt zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin bei und zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper. Außerdem trägt es zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Eisen trägt auch zu einer normalen kognitiven Funktion und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Zudem hat es eine Funktion bei der Zellteilung.

Warum es bei Eisen auf die Form ankommt

Aus der Nahrung kann der Körper nur etwa 10 bis 15 Prozent des Eisens tatsächlich nutzen.2 Eisen aus Fleisch, Geflügel und Fisch nimmt er etwa zwei- bis dreimal besser auf als Eisen aus Pflanzen.2 Vitamin C fördert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen, Gerbstoffe aus schwarzem Tee, Kaffee oder Rotwein hemmen sie.2 Mehr dazu lesen Sie in Vitamin C und Eisen zusammen einnehmen: Was ist dran?

Außerdem passt der Körper die Aufnahme an seinen Bedarf an. Sind die Speicher gut gefüllt, nimmt er weniger Eisen auf. Gespeichert wird Eisen vor allem als Ferritin.2

Bei Präparaten kommt die Verträglichkeit hinzu. Eine Meta-Analyse wertete 43 Studien mit 6831 Erwachsenen aus. In den Studien mit Placebogruppe war das Risiko für Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich mit Eisensulfat, einem klassischen Eisensalz, etwa 2,3-mal so hoch wie mit Placebo.3 Die liposomale Hülle soll unter anderem solche unerwünschten Effekte verringern.1

Was Studien zu liposomalem Eisen messen

In einer Crossover-Studie nahmen 25 gesunde Erwachsene an zwei Terminen je ein Multivitamin-Mineralstoff-Präparat ein, einmal in liposomaler und einmal in herkömmlicher Form. Beide enthielten rund 10 mg Eisen.4 Vier Stunden nach der liposomalen Form lag der Eisenwert im Blut 14 Prozent über dem Ausgangswert, nach der herkömmlichen 6 Prozent darunter.4 Die Fläche unter der Kurve war mit der liposomalen Form um 50 Prozent größer.4

Die Studie hat Grenzen: Untersucht wurde eine einzelne Einnahme eines Kombipräparats, und Fachleute des Geldgebers berieten zu den Laboranalysen und zur Deutung der Ergebnisse.4 Ob die Werte bei regelmäßiger Einnahme ähnlich ausfallen, zeigt sie nicht.

Eine zweite Studie begleitete 80 gesunde Schwangere bis sechs Wochen nach der Geburt. Wer täglich 14 oder 28 mg liposomales Eisen einnahm, hatte höhere Hämoglobin- und Ferritinwerte als die Kontrollgruppe ohne Eisenpräparat.5 Die Autoren sahen bei den Blutwerten ähnliche Ergebnisse wie mit höher dosiertem herkömmlichem Eisen. Die Gruppen waren mit je 20 Frauen allerdings klein.5

10 bis 15 %

des Eisens aus der Nahrung kann der Körper tatsächlich nutzen.2

50 %

größere Fläche unter der Kurve für Eisen im Blut mit einer liposomalen Form.4

Vor der Einnahme: Eisenwerte prüfen lassen

Ob ein Eisenmangel vorliegt, lässt sich nicht an der Ernährung ablesen. Das zeigt nur eine Blutuntersuchung von Eisenstatus und Eisenspeichern.2 Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät, eisenhaltige Nahrungsergänzungsmittel nur bei erhöhtem Bedarf und nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen.2 Lassen Sie Ihre Werte deshalb ärztlich abklären, bevor Sie Eisen einnehmen.

Gut zu wissen Wenn Sie Medikamente einnehmen, lassen Sie sich vorher ärztlich beraten. Überschreiten Sie die empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht.

Kurz gesagt

Liposomales Eisen ist vor allem eine Frage der Darreichung: Das Eisen bleibt dasselbe, die Hülle soll Aufnahme und Verträglichkeit verbessern. Bei Melinava gibt es Eisen als liposomalen Eisen-Komplex.

Häufige Fragen

Wie wirkt liposomales Eisen?

Im Körper ist es Eisen wie aus anderen Quellen, und es gelten dieselben zugelassenen Aussagen: Eisen trägt zum Beispiel zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper bei. Die liposomale Hülle betrifft den Weg dorthin, sie soll die Aufnahme verbessern.1 Eine erste Studie maß damit einen stärkeren Anstieg des Eisenwerts im Blut.4

Liposomales Eisen flüssig oder als Kapsel?

Beides gibt es. In einer Laboruntersuchung blieben liposomale Eisenbläschen auch beim Trocknen stabil.1 Welche Form Ihnen liegt, ist vor allem eine Frage von Geschmack und Alltag. Einen Überblick gibt Eisen im Vergleich: Liposomal, Tablette oder Tropfen?

Liposomales Eisen: Was sagen Erfahrungen?

Erfahrungsberichte sind persönlich und ersetzen keine Studie, denn niemand weiß, wie es ohne das Präparat gewesen wäre. Aussagekräftiger sind Studien mit Vergleichsgruppe wie die oben beschriebenen.4,5 Wie Sie Eisen im Alltag einnehmen, lesen Sie in Eisen einnehmen: Morgens, abends oder zur Mahlzeit?

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Quellen

  1. Battistelli M, Salucci S, Falcieri E (2018). Morphological evaluation of liposomal iron carriers. Microscopy Research and Technique 81(11):1295-1300. DOI
  2. Bundesinstitut für Risikobewertung (2008). Fragen und Antworten zu Eisen in Lebensmitteln. Link
  3. Tolkien Z, Stecher L, Mander AP, Pereira DI, Powell JJ (2015). Ferrous sulfate supplementation causes significant gastrointestinal side-effects in adults: a systematic review and meta-analysis. PLOS ONE 10(2):e0117383. DOI
  4. Tinsley GM, Harty PS, Stratton MT, Siedler MR, Rodriguez C (2022). Liposomal Mineral Absorption: A Randomized Crossover Trial. Nutrients 14(16):3321. DOI
  5. Parisi F, Berti C, Mandò C, Martinelli A, Mazzali C, Cetin I (2017). Effects of different regimens of iron prophylaxis on maternal iron status and pregnancy outcome: a randomized control trial. The Journal of Maternal-Fetal & Neonatal Medicine 30(15):1787-1792. DOI

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Geschrieben von
Melinava Redaktion
Unsere Redaktion schreibt über Liposomen, Nährstoffe und Studien.

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